Ob Asphalt oder Beton, Pflastersteine oder Tiefgarage: Auch moderne Autos sind vor einem Ölverlust nicht sicher und können unschöne Flecken auf dem Boden hinterlassen. Das sorgt verständlicherweise für Ärger und viele Autofahrer fragen zu Recht, wie sich die Ölflecken entfernen lassen? Wir haben drei Möglichkeiten getestet.

Über dieses Problem haben sich schon zahlreiche Autofahrer geärgert: Eine kleine Undichtigkeit am Motor oder dem Getriebe hinterlässt einen großen Ölfleck auf dem Parkplatz. Dabei reichen schon wenige Tropfen, um eine große Verschmutzung zu hinterlassen.

Wer sich jahrelang nicht um die Reinigung des Stellplatzes kümmert, findet einen Mix aus unterschiedlichen Ölflecken vor. Und dann? Welche Entferner, egal ob Hausmittel oder spezielle Reinigungsmittel, sorgen für Sauberkeit? Oder lassen sich die hartnäckigen Verschmutzungen gar nicht mehr entfernen? Das haben wir probiert.

Hausmittel gegen Ölflecken: Wie effektiv ist Gallseife?

Wer im Internet nach geeigneten Hausmitteln gegen Ölflecken sucht, findet zahlreiche Lösungen. Ob Katzenstreu, Sägespäne oder Waschpulver: Das Netz nennt viele Alternativen. Auch Mehl, Gallseife oder Sand sollen helfen. Über die Wirksamkeit der Hausmittel gibt es allerdings verschiedene Meinungen.

Das Problem: Die meisten Hausmittel helfen nur, wenn sie direkt auf den frischen Ölfleck aufgetragen werden. Ist das Öl schon einige Tage, Wochen oder gar Monate lang eingezogen, dann helfen Katzenstreu & Co. nur wenig. In diesem Fall führt in der Regel kein Weg an den chemischen Reinigern vorbei. Im direkten Vergleich mit den speziellen Ölfleck-Entfernern schicken wir dennoch handelsübliche Gallseife ins Rennen.

Und so geht’s: Ein Teil der Seife wird in heißem Wasser gelöst, um eine Lauge herzustellen. Diese Mischung wird auf den Ölfleck gegossen und anschließend mit einer harten Bürste einmassiert. Die Reste sind mit heißem Wasser abzuspülen. Wir streuen noch etwas Katzenstreu auf die Fläche, das Seifenlauge und gebundenes Öl aufnehmen soll. Nach einigen Minuten der Einwirkzeit lässt sich das Streu aufkehren und entsorgen.

Mit Seifenlauge und Bürste lassen sich viele Ölflecken entfernen

Ölflecken entfernen: Mellerud Öl & Fettflecken Entferner

Zu den chemischen Reinigern gehört der Öl & Fettflecken Entferner* von Mellerud. Das Mittel arbeitet mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen sowie nichtionischen Tensiden und verspricht eine effektive, selbsttätige Wirkung. Es eignet sich für alle Ölarten, also nicht nur für synthetisches und mineralisches Motoröl, Dieselkraftstoff oder Heizöl, sondern auch für Fettspritzer, die beim Grillen entstehen.

Der Reiniger lässt sich auf saugenden und nicht saugenden Untergründen anwenden, beispielsweise Pflastersteinen, Beton oder Naturstein, aber auch auf Werkbänken, Teppichen oder Garagenböden. Interessant: Die Anwendung auf Asphalt ist nicht möglich! Zudem ist zuvor an einer unauffälligen Stelle zu testen, ob sich der Reiniger mit der entsprechenden Oberfläche verträgt.

Und so geht’s: Vor dem Gebrauch ist der Behälter kräftig zu schütteln. Die Anwendung sollte nur bei trockenem Wetter erfolgen, nicht bei Regen und Nässe, aber auch nicht bei direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25 °C. Der Reiniger ist satt auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Dabei kann ein Pinsel helfen, um das Mittel zu verteilen.

Im nächsten Schritt muss das Produkt einwirken und vollständig trocknen. Je nach Auftrag und Witterung kann dieser Vorgang bis zu vier Stunden in Anspruch nehmen. Dann sind alle Reste abzubürsten, aufzukehren und fachgerecht zu entsorgen. Verbliebene Flecken vom Reiniger lassen sich mit etwas Wasser entfernen. Falls notwendig, kann der Vorgang wiederholt werden, um weitere Ölflecken zu entfernen.

Der Reiniger von Mellerud wird satt aufgetragen, am besten mit einem Pinsel

Sauberer Boden dank NIGRIN Ölfleck-Entferner?

Eine Alternative ist der Ölfleck-Entferner* von NIGRIN, der sich anders anwenden lässt. Der Reiniger entfernt öl- und treibstoffbasierte Verschmutzungen auf Stein- und Pflasterbelägen. Auch hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um saugende oder nicht saugende Oberflächen handelt. Zwar ist auf der Verpackung nicht zu lesen, dass sich der Reiniger nicht für Asphalt eignet, allerdings ist die Oberflächenverträglichkeit immer (!) zu prüfen.

Wichtig: Bei der Anwendung des NIGRIN-Reinigers können entzündbare bzw. sogar explosionsfähige Dampf-Luft-Gemische entstehen. Insbesondere bei der Verwendung in Garagen und Tiefgaragen ist daher mit besonderer Vorsicht zu agieren. Eine gute Belüftung ist immer notwendig!

Und so geht’s: Der Reiniger von NIGRIN lässt sich aufsprühen. Die Dose ist vorab gut zu schütteln und anschließend bequem auf die entsprechenden Ölflecken aufzutragen. Dabei ist zu beachten, dass der Reiniger maximal fünf Sekunden an einer Stelle zu halten ist. Andernfalls wird zu viel Reinigungsmittel aufgetragen. Anschließend muss der Ölfleck-Entferner einwirken, bis ein weißes Pulver entsteht.

Die Reste lassen sich absaugen oder zusammenfegen und entsorgen. Bei starken Verschmutzungen kann der Vorgang wiederholt werden. Allerdings ist Vorsicht geboten: Der Reiniger entfernt nicht nur Ölflecken, sondern auch andere Verschmutzungen. Bei punktueller Anwendung ist es möglich, dass der Fleck zwar verschwindet, aber ein deutlich aufgehellter Bereich zurückbleibt.

Der Reiniger von NIGRIN wird aufgesprüht, muss einwirken und lässt sich dann einfach abkehren

Fazit: Wie lassen sich Ölflecken entfernen?

Zum Schluss bleibt die Frage, welche Lösung am wirkungsvollsten ist. In unserem Test konnte der Ölfleck-Entferner von Nigrin am meisten überzeugen. Nicht nur die Anwendung ist einfach, auch das Ergebnis ist zufriedenstellend. Die behandelte Fläche ist nach der Behandlung etwas heller, was allerdings auf Rückstände des Reinigungsmittels zurückzuführen ist. Mit etwas Wasser konnten wir den Farbunterschied zu den unbehandelten Flächen wieder entfernen. Beim Abfegen entsteht feiner, chemisch riechender Staub, sodass insbesondere bei der Anwendung in Garagen auf eine gute Belüftung zu achten ist.

So einfach geht’s! Der Reiniger von NIGRIN lässt sich abkehren, es bleiben nur leichte Rückstände zurück

Entgegen unserer Erwartung erzielt die Gallseife ein gutes Ergebnis. Einige Ölflecken, die besonders frisch waren, ließen sich deutlich reduzieren. Dennoch konnte das klassische Hausmittel im Vergleich zu den chemischen Reinigungsmitteln nicht ganz mithalten. Die Anwendung ist etwas komplizierter, allerdings sind der günstige Preis und der Verzicht auf Chemie zwei große Vorteile für die Gallseife.

Der Reiniger von Mellerud hat enttäuscht, wobei wir von diesem Mittel nicht grundsätzlich abraten. Allerdings schien sich die aggressive Chemie nicht mit unserem Garagenboden zu vertragen, sodass leichte Ablösungen der Oberfläche zurückblieben. Die Anwendung ist komplizierter als beim Reiniger von NIGIRN und der Zeitaufwand ist erheblich höher. Zudem ließ sich der Reiniger nicht wie versprochen abfegen, sondern musste mit Wasser wieder aufgeweicht und abgeschrubbt werden. Wir empfehlen unbedingt, alle Reiniger wie angegeben auf die Oberflächenverträglichkeit zu testen, auch den Öfleck-Entferner von NIGRIN.

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Insgesamt stellen alle Reiniger eine gute Möglichkeit dar, um lästige Ölflecken vom Garagenboden oder der Einfahrt zu entfernen oder zumindest zu reduzieren. Wir empfehlen den Ölfleck-Entferner von NIGRIN, gefolgt von der Gallseife und dem Mellerud-Reiniger.

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